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letzte Aktualisierung: 07 Sep 2010 05:36
- Röttgen lobt Atomkonzept als "weltweit einzigartig"
Die Regierung zeigt sich zufrieden mit ihrem Atomkompromiss. Bundesumweltminister Röttgen lobte das Konzept in den Tagesthemen als das "klimaverträglichste und energieeffizienteste weltweit". Die Opposition sprach hingegen von einem "Geschenk für die Stromkonzerne" und beklagte die "käufliche Politik".
- Fragen und Antworten zum Atomkompromiss
Im Schnitt zwölf Jahre länger als bisher geplant sollen die deutschen Atomkraftwerke am Netz bleiben. Im Gegenzug soll die Atomwirtschaft Milliarden zahlen - kann aber noch immer mit kräftigen Gewinnen rechnen. tagesschau.de hat Fragen und Antworten zum Thema zusammengestellt.
- Längere Laufzeiten: Wohin mit dem Atommüll?
Kernkraftgegner misstrauen nach wie vor der Sicherheit der Reaktoren. Vor allem aber gibt es noch immer kein Endlager für radioaktive Abfälle. Doch die vereinbarten längeren Laufzeiten bedeuten mehr Atommüll. Umweltschützer fürchten nun, dass dieser nach Gorleben soll.
- Obama verspricht Milliarden gegen die Arbeitslosigkeit
Energiegeladen und aggressiv gegenüber den Republikanern trat US-Präsident Obama am "Labor Day" vor Anhängern auf. Er versprach Milliarden für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Ob es seiner Partei noch gelingen kann, die Zwischenwahlen im November zu gewinnen, ist fraglich.
- EU-Finanzminister beraten Konsequenzen aus Finanzkrise
Finanzmarktsteuer, Bankenabgabe, Verschärfung des EU-Stabilitätspaktes: Dies steht als Konsequenz aus der Finanzkrise im Raum. Da sich die Märkte beruhigt haben, ist der Handlungsdruck gesunken. In Brüssel tun sich die EU-Finanzminister schwer, die ohnehin kontrovers diskutierten Vorschläge umzusetzen.
- Massenproteste gegen die Rentenreform in Frankreich
Als wichtigstes Projekt seiner Amtszeit hatte Frankreichs Präsident Sarkozy die Rentenreform angekündigt. Arbeitsminister Woerth bringt sie heute in das Parlament ein. Doch viele Franzosen finden die Reform unsozial. Hunderttausende Teilnehmer erwarten die Gewerkschaften zum Streik.
- Ein Erfolg der Umweltpolitik: Die Ozonschicht wächst
Umwelt- und Klimaprobleme kann der Mensch in den Griff bekommen, wenn nur konsequent und rechtzeitig gehandelt wird. Das legt zumindest eine Studie nahe, wonach die Ozonschicht wieder wächst, und zwar deshalb, weil vor 23 Jahren ein FCKW-Verbot durchgesetzt wurde.
- Prozessauftakt: Medienrummel um Kachelmann
Weil er seine Ex-Freundin vergewaltigt haben soll, muss sich der Wettermoderator Kachelmann derzeit vor der Justiz verantworten. Vor Gericht ist der Prozess gerade erst eröffnet worden. Auf dem Marktplatz der öffentlichen Meinung wird er längst ausgetragen.
- Videoblog: Bei den Herren der heiligen Hörner
Kaum ein Musikinstrument gibt es schon so lange wie den Schofar: Er wird meist aus Widderhörnern hergestellt - und zum Beispiel beim jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana geblasen.
- Loveparade-Unglück: Sauerlands Abwahl eher unwahrscheinlich
Begleitet von Tumulten hat sich sechs Wochen nach dem Loveparade-Unglück mit 21 Toten in Duisburg zum ersten Mal der Stadtrat mit der Katastrophe befasst. Ein SPD-Antrag, mit Bürgermeister Sauerland zum sofortigen Rücktritt aufgefordert wurde, fand zwar eine Mehrheit, war aber rechtlich nicht bindend.
- Linkspartei-Chef Ernst verzichtet auf eine Zulage
Angesichts des Streits um Mehrfachbezüge strebt die Linkspartei eine Neuregelung an. Künftig sollen sich Spitzenfunktionäre mit Doppelfunktionen in Fraktion und Partei für eine der beiden Zulagen entscheiden müssen. Parteichef Ernst verzichtet auf seine Zulage als Mitglied des Fraktionsvorstands.
- Arzneimittel: Koalition will private Kassen entlasten
Private Krankenversicherungen könnten bald weniger für Medikamente zahlen. Nach dem Willen der Union sollen Preissenkungen für gesetzliche Kassen auch in bestimmten Bereichen der privaten Krankenversicherungen angewendet werden. Das sagte ein Sprecher von Gesundheitsminister Rösler in Berlin.
- München: Haftstrafe wegen Mordes im Brunner-Prozess
Im Prozess um die tödliche Prügelattacke auf Dominik Brunner hat das Landgericht München lange Haftstrafen verhängt. Der 19-jährige Haupttäter wurde wegen Mordes zu knapp zehn Jahren Jugendhaft verurteilt. Sein Anwalt legte Revision ein. Der 18-jährige Sebastian L. erhielt sieben Jahre Jugendhaft.
- Betrug bei Online-Banking nimmt stark zu
User werden zunehmend Opfer von Internet-Kriminellen. Laut BKA und Branchenverband Bitkom gab es im vergangenen Jahr 23 Prozent mehr Fälle. Vor allem beim Online-Banking gebe es zunehmend Probleme. BKA und Bitkom riefen auch die Verbraucher zu mehr Schutzmaßnahmen auf.
- "Stuttgart 21": Aktionsbündnis boykottiert Spitzengespräch
Das Aktionsbündnis gegen "Stuttgart 21" hat das Spitzentreffen mit Bahn, Land und der Stadt Stuttgart abgesagt. "Wir werden das Gespräch nicht wahrnehmen, weil weiter abgerissen wird", sagte Sprecher Stocker. Nur für die Zeit des Treffen hatte das Land einen Baustopp für das Bahnprojekt zugesagt.
- Spanische Regierung hält ETA-Waffenruhe für unzureichend
Die spanische Regierung hält offenbar wenig vom jüngst verkündeten ETA-Waffenstillstand: Dieser sei "weit entfernt" vom Notwendigen, sagte Innenminister Rubalcaba - die Behörden verfolgten die ETA weiter als Terrororganisation. Die Untergrundorganisation gilt nach vielen Fahndungserfolgen als geschwächt.
- Nahost-Friedensgespräche: Lieberman warnt vor "Sackgasse"
Keine Chance für ein endgültiges Friedensabkommen? Israels Außenminister Lieberman sieht die Gespräche seines Kabinettschefs Netanjahu mit den Palästinensern auf dem Weg in die "Sackgasse". Die Arbeitspartei forderte seinen Hinauswurf aus der Koalition.
- Erdbeben in Neuseeland: Notstand in Christchurch verlängert
Nach den schweren Erdbeben vom Wochenende ist der Notstand in der neuseeländischen Stadt Christchurch bis Mittwoch verlängert worden. In der Stadt wurden Hunderte Häuser zerstört oder stark beschädigt. Premierminister Key schätzte die Schäden auf umgerechnet eine Milliarde Euro.
- Erste Stahl-Tarifrunde ohne Ergebnis
Die Tarifverhandlungen der Stahlindustrie sollen nach dem Willen der IG Metall das Ende der Wirtschaftskrise widerspiegeln. Die Gewerkschaft forderte zum Auftakt sechs Prozent mehr Lohn. Der Abschluss soll Vorbild für andere Branchen sein. Die Arbeitgeber legten in der ersten Runde kein Angebot vor.
- Hochqualifizierte zieht es nach München, Hamburg und Bremen
Innerhalb Deutschlands konkurrieren nicht nur Firmen, sondern auch Regionen um gut ausgebildete Arbeitskräfte. Den stärksten Zuzug Hochqualifizierter verzeichnen laut einer Studie München, Hamburg und Bremen. Zu den Verlierern zählen demnach Dortmund, Leipzig und Stuttgart.
- Ex-Außenminister Fischer wird Rewe-Berater
RWE, BMW, Siemens - die Liste der Firmen, für die Ex-Außenminister Fischer arbeitet, ist schon lang. Nun kam ein weiteres Unternehmen hinzu: Den Handelskonzern Rewe soll der frühere Vizekanzler bei der Entwicklung einer neuen Nachhaltigkeitsstrategie beraten und "wichtige neue Impulse" liefern.
- DGB will massiv gegen Leiharbeit protestieren
Laut DGB-Chef Sommer sollen in einem "heißen Herbst" massiv Proteste gegen "eine soziale Schieflage" organisiert werden. Ein Schwerpunkt dabei sei die Zeitarbeit. "Unsere Mitglieder in der Industrie werden über Betriebsversammlungen und Aktionen vor den Werkstoren zeigen, was sie von Leiharbeit halten."
- Olympia 2018: Bogner legt Amt nieder
Willy Bogner ist nicht länger der Chef der Münchner Olympiabewerbung 2018. Der 68-Jährige musste sein Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Er will aber im Aufsichtsrat die Bewerbung Münchens weiter unterstützen. Für Bogner wird nun Bernhard Schwank Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft.
- Schlusslicht: Gesegnet sei das Gadget
Es ist eine Jahrhunderte alte Tradition: Bauern lassen ihre Tiere und Pflüge segnen, Handwerker ihr Werkzeug. Doch wohin gehen Day Trader, Online-Redakteure oder Screendesigner, um den göttlichen Segen für ihr Arbeitsmaterial zu erbitten? Ganz einfach: in das kanadische Halifax.